Schlechte Bewertungen auf Kununu?

Schlechte Bewertungen auf Kununu und Co – was nun?

 

Ihr Unternehmen hat schlechte Ratings auf einer Arbeitgeberbewertungs-Plattform wie etwa kununu?
Sie haben nun drei Möglichkeiten: ignorieren, bestreiten, handeln.

@ignorieren
Keine gute Idee! Das hätte vielleicht vor fünf Jahren noch funktioniert, heute hätte es verheerende Folgen. Qualifizierte Arbeitskräfte lesen nicht mehr nur den Text des Stelleninserates, sie führen Recherchen über den – eventuell – zukünftigen Arbeitgeber durch, und die Sichtung einer Arbeitgeberbewertungs-Plattform wird einer der ersten Schritte sein, wenn nicht DER erste. Wenn Sie also weiterhin Zugang zu High-Potentials haben wollen, ignorieren Sie schlechte Ratings keinesfalls!

@bestreiten
– Sie haben 300 Beschäftigte und nun erstmals ein schlechtes Rating eines ehemaligen Mitarbeiters, den Sie mit gutem Grund entlassen mussten? Klar, formulieren Sie eine sachliche Stellungnahme. Das zeigt, dass Sie jeder Kritik nachgehen und kommt sicher gut an.

– Die negativen Bewertungen häufen sich? Irgendwann klingen selbst die geschliffensten Stellungnahmen nur mehr wie Ausreden. Jetzt ist Handeln das Gebot der Stunde!

@handeln
Betrachten Sie auch solche – zugegebenermaßen sehr unangenehmen – Rückmeldungen als Chance. Sie zeigen Ihnen, dass Handlungsbedarf besteht. Schaden entsteht ja nicht nur aufgrund der negativen Publicity und den damit verbundenen Schwierigkeiten, gute neue Mitarbeiter zu finden. Schlechte Arbeitgeberbewertungen zeigen ja auch, dass im Betrieb tatsächlich Probleme bestehen. Und diese Probleme belasten auch die aktuellen Mitarbeiter, behindern deren Leistungsfähigkeit und erhöhen die Gefahr, dass Ihnen auch diese abhanden kommen (und vielleicht wieder eine schlechte Bewertung abgeben). Wenn das Betriebsklima, aus welchem Grund auch immer, nicht stimmt, können „Totstellen“ (=ignorieren) oder „Symptombekämpfung“ (=bestreiten) das ganze Unternehmen gefährden. Gehen Sie daher den Problemen auf den Grund und beseitigen Sie diese. Das können Sie beispielsweise ganz simpel im Rahmen der – ohnehin gesetzlich verpflichtenden – Evaluierung der psychischen Arbeitsbelastungen tun. Hier erheben externe Experten alle Bereiche möglicher psychischer Belastungen am Arbeitsplatz. Aufgrund ihrer Position als neutrale externe Fachleute erfahren sie schnell und wahrheitsgemäß, wo der Schuh drückt, was dem Chef oder der hauseigenen HR-Abteilung wesentlich schwerer fallen wird. Die Experten finden die Probleme nicht nur, sie erläutern sie, entwickeln gemeinsam mit den Betroffenen umsetzbare Lösungsstrategien und überprüfen deren Wirksamkeit. So kann die vorgeschriebene Evaluierung der psychischen Arbeitsbelastungen dafür genutzt werden, ohne zusätzliche Kosten „arbeitspsychologische Unternehmensberatung“ zu erhalten. Wenn sich negative Arbeitgeberbewertungen häufen, ist es allerhöchste Zeit dafür!

#Kununu; #Evaluierung; #PsychischeArbeitsbelastungen

Top